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NBA Restart: Players to watch

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag startete die NBA auch endlich wieder offiziell im Rahmen der Bubble in Disneyworld. Nachdem bereits das Power Ranking zum Restart erschienen ist, soll es diesmal um Spieler gehen, auf die man in den nächsten Tagen und Wochen ein besonderes Auge haben sollte. Dabei bleiben die absoluten Superstars außen vor, denn auch unter den Rollenspielern könnten einige überraschen. Hier eine kleine Auswahl.

Marcus Morris (LA Clippers)

Der ehemalige Spieler der New York Knicks hat zwar erst 12 offizielle Spiele für die Clippers gemacht, nachdem er im Lauf der Saison getradet wurde, könnte er jedoch ein wichtiger Baustein im System von Doc Rivers werden, vor allem in den Schlussminuten. So ist Morris zwar als Small Forward/Power Forward gelistet, kann und soll aber in den entscheidenden Phasen die Center-Position übernehmen, welche ansonsten von Ivica Zubac und Montrezl Harrell besetzt wird. Jedoch haben beide ihre defensiven Defizite: Zubac kann man nicht gerade als flexibel bezeichnen, er hat deutliche Probleme damit, vor allem kleinere Spieler am Perimeter vor sich zu halten, auch wenn es sich in dieser Saison schon verbessert hat. Harrell dagegen bietet vor allem offensiv im Pick n‘ Roll den meisten Nutzen. Defensiv ist er dagegen weniger zu gebrauchen. Außerdem treffen beide Big Man den Dreier überhaupt nicht, so haben sie zusammen 20 Dreier in diesem Jahr genommen, wovon kein einziger den Weg in’s Netz gefunden hat. Nimmt man nun Marcus Morris, so ist dieser ein guter bis sehr guter Verteidiger, auch wenn er gegen Center vom Kaliber eines Anthony Davis körperliche Probleme bekommen sollte, so kann er doch auf die meisten Gegenspieler geswitcht werden und hat auch schon bewiesen, dass er seinen Dreier sehr konstant treffen kann (37% 3P über die Karriere). Allein in seinen Spielen für die Clippers in diesem Jahr hatte er noch Probleme mit dem Distanzwurf, so traf er nur 28% seiner Dreier. Sollte sich dieser Wert jedoch verbessern und seine Offensive im Ganzen etwas verbessert daherkommen, so kann er eine große Rolle im potenziellen Championship Run der LA Clippers spielen.

(Photo: Clutchpoints)

Caris LeVert (Brooklyn Nets)

In der Abwesenheit von Kyrie Irving und Kevin Durant könnte sich der Nummer 20 Pick von 2016 in’s Rampenlicht für das Team spielen, das angeblich händeringend noch nach einem dritten Superstar sucht. Vor allem offensiv werden viele Touches frei, die er zu einem Großteil übernehmen kann und wird. Selbst neben Kyrie hat er in den 25 Regular Season Spielen, die er gemacht hat 17.7 Punkte bei 41% aus dem Feld getroffen. Auch wenn die Feldwurfquote die schlechteste seiner Karriere darstellt, so macht doch seine verbesserte Dreierquote von 38% dieses Jahr einige Hoffnung. Sollte er nächstes Jahr noch in Brooklyn spielen, wäre vor allem der Distanzwurf seine wichtigste Waffe neben Irving und Durant. Sein erstes Triple Double dieses Jahr zeigt außerdem seine Vielseitigkeit, er spielt auf 36 Minuten gerechnet bereits über 5 Assists und sammelt über 5 Rebounds. Stellt er seine Turnoveranfälligkeit etwas ab und lernt noch effizienter aus dem Dribbling zu scoren, könnte er genau der dritte Star werden, den die Nets nächste Saison brauchen. Um in diese Rolle zu kommen, wird es für LeVert wichtig, vor allem in den restlichen 8 Regular Season Spielen abzuliefern, sonst könnte er sich schon bald auf dem Trading-Block wiederfinden.

Jaren Jackson Jr. (Memphis Grizzlies)

Bei den grandiosen Saisonleistungen vom designierten Rookie of the Year Ja Morant und dem größten Draft Steal in Brandon Clarke, fielen die guten Leistungen von Jaren Jackson Jr. ein wenig unter den Tisch. Das mag auch daran liegen, dass der nominelle Center der Grizzlies in Jonas Valančiūnas eine ebenso hervorragende Saison, offensiv wie defensiv spielt. Allerdings sollte man nie vergessen, dass Jackson Jr. gerade einmal 20 Jahre als ist, obwohl er bereits über 100 Spiele in der NBA absolviert hat. Er ist trotz seines alters schon sehr vielseitig einsetzbar: Offensiv kann er nach dem Pick n‘ Roll sowohl am Ring, als auch von draußen abschließen und das auch noch sehr erfolgreich (40% 3P in dieser Saison). Dazu ist er ein solider Passer und auch eine Waffe in Fastbreaks, welche die Grizzlies gerne laufen. Seine Defense ist sehr stark ausgeprägt, so führt er die Grizzlies in Blocks an (1,6) und kann sowohl als Ringbeschützer agieren, als auch kleinere Spieler am Perimeter verteidigen. In Orlando geht es für den Big Man vor allem darum, sein Zusammenspiel mit den anderen Stützen des zukünftigen Teams aus Memphis (Dillon Brooks, Ja Morant, Brandon Clarke) zu verbessern und zu festigen. Mit seiner defensiven Flexibilität und seinem guten Distanzwurf, kann er in Zukunft der perfekte Co-Star neben Morant werden.

(Photo: Joe Murphy/NBAE via Getty Images)

Bol Bol (Denver Nuggets)

Der Hype ist mal wieder real! Ähnlich wie vor dem Draft steht Bol Bol wieder im medialen Mittelpunkt, obwohl er nur einige Minuten in den Scrimmages der Nuggets gespielt hat. Nach dem ersten Spiel gegen die Wizards, in dem der Rookie 2 Dreier traf und 6 Blocks besorgte, wurde von ihm bereits wie von einem Superstar gesprochen. Und auch wenn seine Leistungen teils sehr ansprechend waren und er einige Highlight Plays aufweisen konnte, so ist er doch jemand, der in bestimmten Matchups auf Dauer große Probleme haben wird. So kann er zwar offensiv mit seinem Wurf und seiner Größe (2,18m) immer ein Problem für Gegner darstellen und auch durchaus mit dem Ball in der Hand etwas anfangen, doch defensiv ist er außerhalb der Zone absolut verloren. Natürlich kann er unter dem eigenen Korb dominieren, allein seine schier lächerlich große Spannweite von 2,34m prädestiniert ihn zum Ringbeschützer, doch aufgrund seiner enormen länge und dem hohen Körperschwerpunkt wirkt er äußerst unbeweglich und könnte so immer wieder attackiert werden. Deswegen spielten die Nuggets auch oft eine Art Zonenverteidigung, wenn er mit auf dem Feld stand. Es wird interessant zu sehen sein, wie viele Minuten Bol in Playoff Spielen auf dem Feld stehen kann und ob Coach Malone Situationen findet, in denen er ihn effektiv einsetzen kann.

T.J. Warren (Indiana Pacers)

Ein Name, mit dem auch heute noch viele in NBA-Fankreisen nicht allzu viel anfangen können, obwohl der Flügelspieler der Pacers über seine Karriere ein absolut solider Scorer ist und beim Restart eine noch größere Rolle spielen könnte. Das liegt vor allem am Ausfall von Domantas Sabonis, der immerhin mit über 18 Punkten der zweitbeste Scorer von Indiana war, hinter T.J. Warren. Diese Würfe müssen anders verteilt werden und da noch nicht sicher ist, ob Victor Oladipo in den Spielen nach den Scrimmages mitwirken wird, kann man davon ausgehen, dass der 26-jährige auf seinen Punkteschnitt von 18.7 in dieser Saison potenziell noch einiges draufpacken könnte. Dabei trifft er den Dreier solide, aus der Mitteldistanz sogar überdurchschnittlich und auch am Ring kann er flexibel finishen. Also ein echter dreidimensionaler Scorer, den die Pacers letztes Jahr als Free Agent verpflichtet haben. Allerdings wird es für Indiana ohne angesprochene Leistungsträger mit Sicherheit schwer, weit in den Playoffs zu kommen, gerade frühe Matchups gegen Philly oder Miami könnten die Saison schneller beenden, als es der Mannschaft von NateMcMillan lieb ist. Die Einzelleistungen, gerade von jemandem wie Warren, könnten dagegen sehr interessant anzuschauen sein und die ein oder andere Scoringexplosion sollte niemanden überraschen.

(Photo: Abbie Parr/Getty Images)

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