NFL

NFL Woche 12 Recap

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Ein kleiner Rückblick auf die vergangene Woche in der NFL und ein Power Ranking von mir.

„Thanksgiving Football“

Houstan Texans 41 — Detroit Lions 25

55.9k Likes, 469 Comments - NFL MEMES (@nflmemes_ig) on Instagram: “Still  one of the all-time best Family Guy moments...” | Nfl memes, Nfl funny,  Funny memes
(via Family Guy)

Dass die Lions an Thanksgiving spielen hat Tradition, dass sie verlieren auch.

Eine wieder mal überragende Performance von Deshaun Watson verhalf den Texans zu einem souveränen Sieg im Ford Field. Houston ist 4-3 seit Crennel das Sagen hat, müsste aber wohl alle restlichen Spiele gewinnen, um noch eine Chance auf die Playoffs zu haben.

Selbst die Lions Fans freuen sich über die Klatsche. Hauptübungsleiter Patricia und GM Quinn wurden entlassen. Detroit Fans dankten Deshaun Watson mit mehreren Spenden an seine Foundation.

Washington Football Team 41 — Dallas Cowboys 16

„HOW BOUT THEM COWBOYYS?“ *Stephen A Smith Voice*

Die Cowboys haben ohne Dak Prescott überhaupt nichts mehr zu melden und das Football Team ist auf Playoff-Kurs. Langsam wird wohl auch teamintern das Hiring von HC McCarthy hinterfragt. Ich bin zwar kein Fan von Prescott, aber die letzten Wochen haben gezeigt, was er einen Unterschied bei den Cowboys macht und erhält dafür hoffentlich, wenn er zurückkommt einen angemessenen Vertrag.

Auf der anderen Spielfeldseite hingegen läuft es momentan besser als erwartet. Das Football Team hat mit einem Record von 4-7 immer noch eine realistische Chance auf die Playoffs. In Rookie RB Gibson (115 Yards, 3 TDs) haben sie einen Steal gelandet und auch das restliche Team hat gezeigt, dass es nicht das schlechteste der NFC East ist. Besonders die Defense ( 3 Sacks, 1 INT, 1 TD) gefällt mir immer besser.

Upset der Woche

San Francisco 49ers 23 — Los Angeles Rams 20

Nach starken Siegen gegen die Seahawks und Buccaneers war es mal wieder ein Außenseiter der den Rams einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Aus offensiver Sicht war das Spiel auf beiden Seiten ein Disaster, bis auf Niners Receiver Deebo Samuel (11 REC, 133 Yards) vielleicht. Nichts in diesem Spiel funktionierte wie es sollte. Aber nach insgesamt fünf Fumbles und drei Interceptions hatten die verletzungsgeschwächten 49ers wiedermal die Nase gegen die Rams vorn.

In der harten NFC West, in der jedes Team es in die Playoffs schaffen kann, ist auch San Francisco noch nicht ganz ab zu schreiben.

„Lauf Derrick, lauf!“

Tennessee Titans 45 — Indianapolis Colts 26

King Henry läuft und läuft und läuft. Auch die starke Colts Defense konnte ihn am Wochenende nicht aufhalten. Er entschied das Spiel quasi im Alleingang, rushte für 117 Yards und erzielte drei Touchdowns. Aber ganz ohne Hilfe stand Henry dann doch nicht da. Auch das Passing Game mit Tannehill und vor allem AJ Brown funktionierte bei Tennessee.

Die Colts hatten Probleme ihr Spiel aufzuziehen. Das Running Game wurde komplett gestoppt und auch durch die Luft konnte Rivers das Ruder nicht rumreißen.

Die Machtverhältnisse in der AFC South dürften sich nach diesem Spiel erst einmal geklärt haben. Die Titans werden in meinen Augen ein bisschen underrated und oft nur auf Derrick Henry beschränkt. Klar liefert Henry die absurden Stats jedes Wochenende, aber auch sowohl die Defense als auch das Duo Tannehill/AJ Brown gehören jeweils zu den Top sieben der NFL. Ist man letztes Jahr noch an den Chiefs gescheitert, könnte dieses Jahr tatsächlich eine Super Bowl Teilnahme drin sein.

Von den Colts war ich bisher begeistert, aber Rivers ist nicht mehr der QB, der ein Team auf seine Schultern packen kann und damit das Ruder rumreißt.

„Trevor we need you“

Miami Dolphins 20 –New York Jets 3

Der einzige Grund warum Jets Fans (wie ich) überhaupt noch Football schauen, ist derzeit bei Clemson under Center und wird im kommenden NFL Draft an Nummer eins gepicked werden. New York hat auch vergangenes Wochenende alles dafür getan in dieser Saison keinen Sieg zu holen. Etwas enttäuscht war ich trotzdem; von den Gegnern. Sowohl die Chargers letzte Woche, als auch Miami diese Woche hatten sie mehr Probleme, als man gegen ein solches Team haben sollte. Besonders Miami die in den letzten Wochen auf die Playoffs zu marschierten.

Darnold spielt wohl die letzten Spiele für die Jets und sieht von Woche zu Woche schlimmer und kaputter aus. Woche zwölf war die erste, in der alle seine Receiver fit waren und auf dem Platz standen. Trotzdem konnte Sammy nicht überzeugen. Lichtblicke gab es trotzdem auf New Yorker Seite. Joe Douglas Draft Picks überzeugen immer mehr. Becton, der aktuell das Pro Bowl Voting für Tackles in der AFC anführt, lässt weiterhin nichts anbrennen. Mit Trevor Lawrence und besonders ohne Adam Gase kann es die Tortur, die Jets Fans gerade durch machen absolut wert sein.

Miami hat mir gar nicht gefallen. Nur 20 Punkte gegen die Jets ist einfach zu wenig wenn man wirklich etwas reißen möchte dieses Jahr.

Einen Spieler bei den Jets möchte ich noch hervorheben. DT Quinnen Williams, der eins der besten Spiele seiner jungen Karriere ablieferte. Er beendete das Spiel mit sieben Tackles, 1,5 Sacks, 2 PDs und einem forced Fumble. #ProBowl

Cleveland Browns 27 — Jacksonville Jaguars 25

Es gibt noch ein Team, das eigentlich auf TLaw scharf sein sollte. Trotzdem bekamen sie die Browns und Mayfield an den Rande einer Niederlage. Entgegen aller Erwartungen war es ein Spiel auf Augenhöhe. Glennon mit zwei Touchdowns, Mayfield mit zwei Touchdowns. Auch beide RBs spielten auf dem gleichen Niveau. Jaguars RB James Robinson machte nicht nur einen starken Push Richtung Pro Bowl, sondern auch Richtung Offensive Rookie of the Year.

Die Browns sind dieses Jahr 8-3 und niemanden interessiert es. Zum ersten Mal seit 2007 wird es keinen negativen Rekord geben für Cleveland. Sogar die Playoffs sind in Reichweite, unter anderem auch weil die Ravens und insbesondere Lamar Jackson eine einzige Enttäuschung in 2020 sind.

„2020 at its best“

New Orleans Saints 31 — Denver Broncos 3

(via nflhatememes)

Es war mit Sicherheit nicht das Debut, dass sich eigentlich WR Kendall Hinton vorgestellt hat. Weil der gesamte QB Room der Denver Broncos nicht dazu in der Lage war ordnungsgemäß eine Maske zu tragen, mussten sie am Wochenende ohne richtigen QB spielen. Hinton, der am College Quaterback spielte aber später zum Receiver umgeschult wurde, wurde aus dem Practice Squad hochgeholt und musste nun herhalten. Das Glück der Broncos war, dass auch die Saints, in meinen Augen ohne richtigen QB spielten.

So toll das „Schweizer Taschenmesser“ in der Saints Offense funktionieren mag, hat Taysom Hill mittlerweile gezeigt, dass sein Talent um in der NFL Quaterback zu spielen, nicht ausreicht.

Beide „Quaterbacks“ brachten im gesamten Spiel gerade mal zehn Pässe für insgesamt 51 Yards an den Mann.

Spieler des Spiels wurde Latavius Murray mit 124 rushing Yards und zwei Touchdowns.

Spieler der Herzen wurde auf jeden Fall WR/QB Kendall Hinton, der von hier auf gleich eine enorme Aufgabe zu bewältigen hatte und für sein gesamtes Team Verantwortung übernahm. Das Endergebnis spielt für ihn und die Denver Broncos deswegen hoffentlich keine Rolle.

„Wednesday Afternoon Football“

Baltimore Ravens 14 — Pittsburgh Steelers 19

Drei Mal (wenn ich richtig nachgezählt habe) wurde das Division Matchup zwischen den Stellers und den Ravens in dieser Woche verschoben. Von Thanksgiving Primetime auf Sunday Night Football auf Tuesday Night Football auf Wednesday Afternoon Football.

Nun trat also ein von Corona gebeuteltes Ravens Team auswärts bei den noch ungeschlagenen Steelers an. Insgesamt musste Baltimore auf zehn Starter verzichten.

Steelers DE Stephon Tuitt, der übrigens auch nicht spielen durfte, heizte die Stimmung vor dem Spiel schonmal ein. (via Twitter)

Ganz so einfach hatten es seine Kollegen dann am Ende doch nicht. Besonders die Redzone Offense der Steelers ließ zu wünschen übrig. Alles in allem keine Leistung, die man von einem noch ungeschlagenem Team in Woche zwölf, gegen so einen geschwächten Gegner erwartet hatte.

Klatsche der Woche

Las Vegas Raiders 6 — Atlanta Falcons 43

Letzte Woche verlor man erst in letzter Minute gegen den amtierenden Super Bowl Champion Kansas City und nur eine Woche später lässt man sich von den Atlanta Falcons verprügeln. Solche Ergebnisse ist man in dieser Saison eher von den Jets gewohnt aber naja.

Derek Carr photo goes viral, gets meme treatment
Raiders QB Derek Carr letzte Woche gegen Ende des Spiels gegen die Chiefs
(via https://larrybrownsports.com/wp-content/uploads/2020/11/derek-carr-bench.jpg)

Die Raiders machten in beiden Spielen gegen die Chiefs den Eindruck, als seien sie die einzigen die Mahomes dieses Jahr stoppen können. Beim ersten Aufeinandertreffen gewannen sie und letzte Woche hatten sie Kansas City am Rande der Niederlage. Patrick Mahomes warf seine bisher einzigen beiden Interceptions beide gegen Las Vegas.

Doch diese Woche war alles anders. Das Laufspiel funktionierte nicht, das Passspiel funktionierte nicht, die Defense funktionierte nicht. Dabei war es nicht einmal die Power Offense um Ryan und Jones die die Raiders zerstörte. Kicker Younghoe Koo schoss Las Vegas mit fünf Field Goals und vier Extrapunkten zurück nach Nevada.

Mein Power-Ranking

1 Kansas City Chiefs

2 Pittsburgh Steelers

3 Green Bay Packers

4 Tennessee Titans

5 New Orleans Saints

6 Los Angeles Rams

7 Seattle Seahawks

8 Tampa Bay Buccaneers

9 Las Vegas Raiders

10 Indianapolis Colts

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Luis
Ich bin Luis, 20 Jahre und schreibe hauptsächlich zu Themen der NFL, aber auch über die NBA und die NCAA. Auf Twitter und Instagram unter lskmml_ zu finden.

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