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Clemson Tigers Season Preview 2022

4.5
(13)

Nach einer enttäuschenden Saison 2021, in der man 10-3 ging und die ACC Krone abgeben musste, versucht Clemson im neuen Jahr wieder anzugreifen. Die Defense gehört zu den besten im College Football, doch die Offense ist ein großes Fragezeichen. Wie wird sich Clemson 2022 präsentieren und schafft es D.J. Uiagalelei ein Top-Quarterback zu werden?

Offense

Die Offense war die letztjährige Enttäuschung. Vor allem das Passspiel war zeitweise katastrophal. Mit gerade einmal 12 Passing Touchdowns und weniger als 2.300 Passing Yards kann man die Zahlen nicht mit den Jahren zuvor unter Trevor Lawrence vergleichen. Es war ein Zusammenspiel von schlechten Leistungen sowie Verletzungen auf allen Positionen. Von einem ungenauen Quarterback, über angeschlagene Receiver und Runningbacks bis zum ungenügenden Pass Blocking der Offensive Line. Das einzige Positive war das Laufspiel, wo man mit Will Shipley und Kobe Pace zwei gute Runningbacks hat, die zusammen für über 1:250 Yards gelaufen sind. Dazu kommt, dass Offensive Coordiantor Tony Elliot die Schule für den Head Coaching Posten bei Virginia verlassen hat. Für ihn ist nun Brandon Streeter der Playcaller. Er war schon letztes Jahr im Coachingstaff und hat somit Erfahrung mit den vorhandenen Spielern.

Offensive Line

Bei der Offensive Line kommen drei der fünf Starter zurück. Dabei bringt der linke Tackle Jordan McFadden am meisten Erfahrung mit. Der Senior spielte in seiner ganzen College Karriere knapp 2.000 Snaps und ist der wohl beste Tackle der ACC. Auch die rechte Seite der Line ist mit Junior Walker Parks gut besetzt. Der ehemalige 4-Star Recruit fiel im letzten Jahr durch sein gutes Run Blocking auf, wobei es im Pass noch Verbesserungspotenzial gibt.

Jordan McFadden in der Pass Pro gegen Georgia Tech (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Kompliziert wird es auf der Position des Centers. Diese wurde letztes Jahr durch Verletzungen durchgeschüttelt, was in diesem Jahr wieder ein Thema ist. Die beiden Spieler, die sich eigentlich ein Kampf um den Platz liefern sollten, fallen beide aus. Hunter Rayburn musste aufgrund einer Nackenverletzung seine Karriere beenden und Mason Trotter wird die Saison wegen non-Injury-related Reasons verpassen. Clemson hat zwar versucht einen neuen Center im Transfer Portal zu finden, blieb dabei aber ohne Erfolg. Somit rückt der rechte Guard der letzten Saison, Will Putnam nach. Ob dieser mit der Veränderung der Position umgehen kann, wird sich erst im Verlauf der Saison zeigen.

Verbleiben noch die beiden Guards. Auf der linken Seite ist Sophomore Marcus Tate wohl gesetzt. Er spielte schon als Freshman ein bisschen mehr als 600 Snaps und startete in 7 von 13 Spielen. Zwar hatte er anfangs etwas Mühe sich an das Niveau im College Football anzupassen, doch mit der Zeit wurde er immer konstanter. Die Position des rechten Guards ist ein offener Kampf zwischen Junior Mitchell Mayes und Redshirt Sophomore Bryn Tucker. Obwohl beide das dritte Jahr an der Universität sind, hat Mayes einen großen Vorteil, was die Erfahrung angeht. Er spielte insgesamt 12 Spiele in den letzten zwei Spielzeiten, jedoch vermehrt auf Tackle, während Tucker nur 79 Snaps absolvierte. Tucker ist etwas physischer und schwerer als Mayes, was für ihn ein Vorteil sein kann. Laut OL Coach Thomas Austin ist der Wettkampf bisher sehr ausgeglichen und wird von Tag zu Tag neu bewertet. Es wird sich erst beim ersten Spiel gegen Georgia Tech zeigen, wer das Battle für sich entschieden hat.

Runningbacks

Kommen wir nun zum besten Teil der letztjährigen Offensive, den Runningbacks. Clemson hat hier den Luxus zweier starken Runningbacks. Anfangen muss man beim Sophomore Will Shipley, welcher in seinem ersten Jahr für 739 Yards und 11 Touchdowns gelaufen ist. Er war gefühlt überall auf dem Feld und vor allem in der Redzone brandgefährlich. Shipley war das Highlight einer enttäuschenden Tiger Offense, doch er hat noch Verbesserungspotential. Vor allem im Pass Blocking muss er sich noch stark verbessern. Laut PFF ließ er im Durchschnitt bei 38.7% seiner Pass Blocking Snaps Druck auf den Quarterback zu, was zu hoch ist.

Will Shipley im Bowl Game gegen Iowa State (Im Hintergrund tötet McFadden einen DB) (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Der zweite Runningback ist Jr. Kobe Pace. Er ist für im Jahr 2021 für 641 Yards und 6 Touchdowns gelaufen und war im Vergleich zum schnellen Shipley eher ein Powerback. Beide fielen während der Saison beziehungsweise im Camp durch Verletzungen aus. Doch wenn sie es schaffen fit zu bleiben und die Offensive Line das gute Run Blocking beibehält, gehören sie zu den wohl stärksten Runningback Tandems in der ACC.

Wide Receiver und Tight Ends

Bei den Receivern sieht es nicht sehr rosig aus. Nach dem Abgang von Justyn Ross in die NFL wurde eine große Lücke offen und es ist nicht klar, ob sie gefüllt werden kann. Dabei war die Position schon letztes Jahr eine der Schwachstellen. Nur zwei Receiver kamen neben Ross noch über 400 Yards. Es werden wohl Sr. Joseph Ngata und Sophomore Beaux Collins starten. Ngata ist physisch und daher gut für die Position des X-Receiver geeignet. Wenn er endlich eine verletzungsfreie Saison spielen kann, könnte er eine stabile Abschlusssaison abliefern.

Beaux Collins mit Catch gegen Wake Forest (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Collins produzierte für einen True Freshman sehr gut und fiel vor allem in Spiel gegen Louisville auf, wo er sechs Pässe für 104 Yards und eine Touchdown fing. Sein größter Vorteil, dass er vielseitig einsetzbar ist. Er kann sowohl auf den Außen als auch im Slot spielen. Wer auch noch im Slot spielen kann, ist Brannon Spector, der das ganze letzte Jahr wegen Atemproblemen ausgefallen ist. Dazu kommt noch Return-Spezialist Will Taylor, welcher allenfalls im Slot eingesetzt werden könnte.

Zu den Receivern kommen noch die Tight Ends. Diese zeigten immer wieder, was sie eigentlich können, doch das Problem war die fehlende Konstanz. Eine entscheidende Rolle wird der Sr. Davis Allen übernehmen. Zwar kam er in drei Jahren nie über 250 Yards pro Saison hinaus, doch mit seinen 1,98 Metern Körpergröße ist er eine gute Waffe in der Redzone.

Quarterbacks

Nun zur wichtigsten Position, nämlich die des Quarterbacks. Nach seinem ersten Spiel gegen Notre Dame im Jahre 2020 gab es viel Hype um D.J. Uiagalelei. Doch die letzte Spielzeit war sehr enttäuschend. Er warf für nur 2.249 Yards, 9 Touchdowns und hatte dabei 10 Interceptions. Auffällig war seine fehlende Genauigkeit bei den Pässen. Er konnte gerade einmal 55.6% der Bälle an den Mann bringen, was der zweitschlechteste Wert in der ACC war. Zudem wurde er 21-mal gesacked. Zugegeben liegt dies nicht nur an ihm, doch es war evident, dass er Probleme dabei hatte, den Druck der Defense zu fühlen und dementsprechend zu reagieren.

D.J. Uiagalelei hat bei Clemson große Schuhe zu füllen (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Doch man sollte den ehemaligen 5-Star Rrecruit noch nicht ganz abschreiben. Im Vergleich mit letzter Saison, hat er knapp 14 Kilo verloren und ist laut eigenen Aussagen in der besten Form seines Lebens. Dieses verlorene Gewicht könnte ihm vor allem im Running Game helfen. Im Zusammenspiel mit seiner Größe und seiner Athletik ist es extrem schwierig ihn im offenen Feld zu Boden zubringen. Zudem meinte Head Coach Dabo Swinney, dass er kreativer geworden sei und von sich aus mehr mit Scrambles arbeite. Wenn Uiagalelei genauer werden kann und auch mit seinen Beinen Plays generiert, wird er die ganze Offense auf ein neues Level bringen können.

Sollte dies jedoch nicht klappen, gibt es die Möglichkeit den True Freshman und ebenfalls 5-Star Recruit Cade Klubnik zu bringen. Er war beim Springgame überzeugender als Uiagalelei und trat dadurch in den Medien eine kleine Quarterback-Debatte los. Swinney bestätigte D.J. Uiagalelei in den vergangenen Wochen zwar als klaren Starting QB, dennoch ist es gut zu wissen, dass dieses Jahr ein besserer Backup zur Verfügung steht als noch in der vergangenen Saison.

Defense

Die Defense war hinter Georgia die zweitbeste des Landes und ließ im Schnitt nur 14.9 Punkte zu. Doch auch hier verließ der Coordinator die Universität für einen Head Coaching Posten. Bernt Vernables kehrte Clemson nach zehn Jahren den Rücken zu und wurde bei Oklahoma als Head Coach ernannt. Für ihn übernimmt mit Wes Goodwin auch hier einer, welcher bereits im Programm war. Dieser erklärte in einem Interview im Frühling, dass ca. 70 – 80% des Schemes gleich bleiben würden. Das heißt, man kann auch in diesem Jahr viel Zone Coverage in einer Kombination mit diversen Zone-Blitzes erwarten.

Defensive Tackles

Beginnen wir in den Trenches, bei der Defensive Line. Diese gilt als eine der besten, wenn nicht als die Beste im ganzen College Football und weckt Erinnerungen an die D-Line aus dem Jahre 2018, als man National Champion wurde. Wie damals kommen dieses Jahr Veteranen zurück, obwohl sie sich bereits für den Draft hätten anmelden können. Clemson spielt mit einer 4-3 Defense, das heißt mit zwei Defensive Tackles. Diese werden Tyler Davis und Bryan Bresee sein, welche beide zum Preseason All-ACC-Team gehören. Senior Tyler Davis ist ein eher breiter, physischer Tackle, welcher durch seine rushing Mentalität auffällt. Er sticht dadurch heraus, dass er viele Plays mit einem second Effort macht. Zudem zieht er viele Double Teams auf sich, was Löcher für die Teamkollegen aufmacht.

Bryan Bresee und Tyler Davis tackeln gemeinsam den Georgia Tech Quarterback (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Sein Partner in der inneren D-Line ist der ehemalige Nummer 1 Recruit Bryan Bresee. Letzte Saison riss er sich während der Niederlage gegen NC State das linke Kreuzband und fiel die restliche Saison aus. Er scheint wieder fit zu sein und gehört bereits zum AP Preseason All-American-Team. Bresee besticht durch seine herausragende Athletik auf seiner Position. Trotz seinen 136 Kilo Körpergewicht ist er explosive aus dem Stance und auch im open Field eine Gefahr für die gegnerische Offense. Zudem hat man mit Ruke Orhorhoro, Tre Williams und Etinosa Reuben drei weiter Tackles, welche durch Bresee’s Verletzung bereits Erfahrungen auf dem höchsten Niveau sammeln konnten.

Defensvie Ends

Auf der Position des Defensive Ends werden wohl Senior K.J. Henry und Junior Myles Murphy zu Beginn der Saison starten. Zudem sollte Xavier Thomas in Week 4 gegen Wake Forest nach einer Fußverletzung zurück in die Rotation kehren. Thomas ist zwar kompakt gebaut, überrascht aber mit seinem Speed und seinem Bigplay Potenzial. K.J. Henry ist ein eher klassischer Defensive End und weniger ein Edge Rusher. Er nutzt seine Hände sehr gut, ist physisch mit einem guten ersten Schritt nach dem Snap.

K.J. Henry feiert ein Tackle gegen Erzrivalen South Carolina (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Myles Murphy war der Sack-Leader aus der Defense letztes Jahr und gehört dieses Jahr zum Preseason All-American-Team. Seine Kombination aus Explosivität, Power und Größe, macht ihn fast unblockbar. Zudem ist er außerordentlich gut darin Runningbacks zu verfolgen, welche eigentlich schneller sein müssten als er. Dazu kommen mit Justin Mascoll, Greg Williams und Kevin Swint weitere Ends mit Erfahrung, welche bei allfälligen Verletzungen in die Bresche springen könnten.

Linebackers

Bei den Linebackern verließen mit Skalski und Spector zwei Leader die Tigers in Richtung NFL. Vor allem Skalski übernahm fast schon eine Art Coaching Rolle auf dem Feld. Seine Rolle des Mike Linebackers wird entweder Junior Keith Maguire oder Sophomore Jeremiah Trotter Jr. übernehmen. Maguire hat mehr Erfahrung und scheint jetzt schon in eine führende Rolle zu wachsen, während Trotter sehr intelligent spielt und als Freshman zu überzeugen wusste. Laut DC Wes Goodwin wird die Entscheidung erst kurz vor Kickoff gegen Georgia Tech erfolgen. Head Coach Dabo Swinney ergänzte dazu, dass er sich auch defensive Packete vorstellen kann, in denen beide auf dem Feld stehen.

Trenton Simpson während eines Tackles gegen UConn (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Die andere Position, welche neu besetzt werden muss, ist die des Sam Linebackers. Letzte Saison wurde sie noch von Trenton Simpson gespielt, welcher jetzt auf Will wechselt. Hier wird Barrett Carter starten. Dieser ist sehr flexibel einsetzbar und kann in der Box, sowie als Nickel oder gar als Safety spielen, was sehr für seine Athletik spricht.

Auf Will Linebacker wechselt wie bereits angesprochen Trenton Simpson. Er ist überall einsetzbar und außerordentlich athletisch. In der vergangenen Saison spielte er zuweilen auf Safety, was an den früheren Clemson Linebacker Isaiah Simmons erinnert. Zudem ist er ein exzellenter Pass Rusher. Er ist explosiv und extrem schnell, womit er jedes Backfield in Schwierigkeiten bringt. Bereits letztes Jahr hatte er sieben Sacks und wurde viel in Blitz Paketen genutzt, was sich dieses Jahr wohl kaum ändern wird. Laut Dabo Swinney sei Simpson in Topform und ein Problem für jeden Gegner der Tigers.

Cornerbacks

Kommen wir zum Defensive Backfield. Clemson spielt zeitweise mit Nickelback, wobei dieser entweder von einem Linebacker oder einem Cornerback gespielt wird. Der Linebacker, welcher diese Rolle übernehmen würde, wäre wohl Carter. Wenn die Position aber einen Defensive Back erfordert, ist Malcolm Greene der Mann dafür. Nach einer von Verletzungen geprägten Saison 2021 ist der Junior zurück und wird laut Dabo Swinney sowohl als Corner als auch als Nickel oder gar als Safety eingesetzt. Nach den Abgängen von Andrew Booth Jr. und Mario Goodrich in die NFL, wird Sheridan Jones eine Führungsposition bei den Cornerbacks einnehmen. Er ist der einzige Senior in einer jungen Cornerback Gruppe und bringt somit einiges an Erfahrung.

Sheridan Jones mit der Interception gegen UConn (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Favorit auf den zweiten offenen Platz auf Corner ist Sophomore Nate Wiggins. Wiggins hatte einen außerordentlichen Frühling und wurde von allen Seiten gelobt. Quarterback D.J. Uiagalelei nannte ihn gar den besten Cover-Corner im College Football und Head Coach Dabo Swinney lobte die Art, wie sich Wiggins mental verbesserte. Er ist auf jeden Fall einer, der das Potenzial für eine breakout Season hat. Hinter den beiden startenden Cornern sind mit Fred Davis und dem bereits erwähnten Malcolm Greene zwei Juniors, die etwas Erfahrung einbringen können. Dazu kommen mit Toriano Pride, einem 4-Star Recruit und Jeadyn Lukus, einem 5-Star Recruit, zwei talentierte Freshman.

Safeties

Bei der Position der Safeties sind die Rollen klar verteilt. Mit Sophomore Andrew Mukuba auf der Strong Safety Position hat man einen, der das ganze Packet ist. Er ist athletisch, schnell, intelligent, kann die Offense gut lesen, kann in die Box gezogen werden und hat trotz seines jungen Alters bereits eine ganze Saison auf der Position gespielt. Er gewann den Award des ACC Defensive Rookie of the Year und hat das Potenzial sich in seinen zwei bis drei verbleibenden Spielzeiten ganz nach vorne auf die Draftboards zu spielen.

Andrew Mukuba kurz vor dem Snap (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Sein Tandem Partner auf Free Safety ist Senior Jalyn Phillips. Er hat sich klassisch von Jahr zu Jahr hochgearbeitet und erhält nun als Senior die Chance zu starten. Hinter den beiden klaren Startern auf Safety ist Tyler Venables, der Sohn von Brent Venables, noch im Gespräch. Dieser ist, wie so viele in dieser Defense, ziemlich überall auf dem Feld einsetzbar und hat auch schon einige Snaps absolviert.

Special Teams

Die Special Teams werden oft übersehen und das, obwohl sie ein Spiel entscheiden können. In der letzten Spielzeit waren die sie zwar nicht speziell gut, aber wiederum auch keine Problemzone. Senior Kicker B.T. Potter verwandelte 21 von 26 Versuchen (81%) seiner Fieldgoals und alle 38 Versuche bei Extrapunkten. Durch die Covid Situation erhielt er ein weiteres Jahr Eligibility, welche er nutzt, um für ein fünftes und letztes Jahr zu Clemson zurückzukehren.

B.T. Potter gegen Iowa State (Foto: Mellie Crumpton / TigerNet.com)

Beim Punt waren die Tigers maximal durchschnittlich. Zwar hatten sie die meisten Punt in der ganzen ACC, jedoch waren die durchschnittlichen net Yards, also der durchschnittliche Raumgewinn abzüglich des Returns, mit 39.7 unterdurchschnittlich für die ACC. Für die neue Saison kann sich hier etwas ändern. Super Senior Will Spiers, der starting Punter der letzten fünf Jahren, verließ die Tigers. Nun ist der Platz offen, wobei drei Spieler Aussichten darauf haben. Diese wären B.T. Potter, Aiden Swanson und der Freshman Jack Smith. Laut Berichten hat letzterer die Nase vorne, aber man wird es wohl erst in Week 1 gegen Georgia Tech sehen. Man kann nur hoffen, dass die Offense dieses Jahr stärker ist und Clemson nicht mehr 66-mal punten muss.

Beim Return sieht es wieder etwas besser aus. Die Kickoffs wurden von den Runningbacks Will Shipley oder Kobe Pace returned. Doch durch eine dominant erwartete Defense sollte es nicht allzu viele davon geben. Bei den Punt Returns war es letzte Saison der Freshman Will Taylor, der mit 10.7 Yards pro Return überzeugen konnte, bis er sich verletzte. Er trug im Fall Camp immer noch eine Knie-Schiene, scheint aber wieder zurück zu sein. Trotzdem bleibt dies ein kleines Fragezeichen.

Prediction

Zusammenfassend kann man festhalten, dass alles auf den Schultern von DJ Uiagalelei liegt. Das Laufspiel wird, wenn alle gesund bleiben, wieder ähnlich gut funktionieren wie letztes Jahr. Doch bei den Pässen muss Uiagalelei einen großen Schritt nach vorne machen. Meiner Meinung nach kann er das auch. Er ist mit allen physischen Attributen ausgestattet, welche ein Quarterback heute braucht. Zudem hat er Receiver, welche schon Erfahrungen mit ihm haben und wissen, wie er die Bälle wirft. Auch die Offensive Line ist besser geworden und nun besser eingespielt, auch wenn die Positionen des Centers und des rechten Guards noch etwas wacklig sind.

Bei der Defense mach ich mir hingegen gar keine Sorgen. Die Front Seven ist eine der besten, wenn nicht die beste im College Football. Vor allem Trenton Simpson freue ich mich sehr und bin gespannt, in welchen Wegen er eingesetzt wird. Zudem ist das Defensive Backfield grundsolide und man hat mit Mukuba auf Strong Safety einen mit enorm viel Potenzial.

Meine Vorhersage für 2022 ist, dass Clemson in der Regular Season maximal ein oder zwei Spiele verliert. Dabei denke ich aus der ACC an das NC State Spiel oder an jenes gegen Wake Forest. Außerhalb der Conference wird das Spiel gegen Notre Dame das Highlight der Saison und sicherlich ein ganz knappes Aufeinandertreffen. Ich glaube, dass Clemson die ACC Atlantic knapp vor NC State gewinnen wird und so in das ACC Championship Game einzieht, welches man auch für sich entscheiden sollte. Doch für die College Football Playoffs reiches meiner Meinung nach knapp nicht. Dadurch, dass der erste und zweite Platz mit Alabama und Ohio State praktisch schon besetzt sind und die Konkurrenz dahinter enorm stark ist, müsste man eine perfekte Saison ohne Niederlage absolvieren. Daran glaube ich, stand jetzt, nicht, obwohl ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen lasse. Daher vermute ich, dass die Saison für Clemson mit einem Top 10 Platz und einer New Year’s Six Bowl Teilnahme endet.

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