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Playoff Preview: Eastern Conference Round 1: Indiana Pacers – Miami Heat

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In der ersten Runde der NBA Playoffs spielen die Indiana Pacers gegen die Miami Heat. Beide haben die Regular Season, inklusive der Bubble, mit dem gleichen Record abgeschlossen. Ob diese Serie so spannend wird, wie die Ausgangslage verspricht, wollen wir nun analysieren.

Die bisherige Saison

Beide Teams sind ohne besondere Vorkommnisse durch die Saison gekommen und konnten sich größtenteils auf den Basketball konzentrieren. Die Pacers erledigten viele Pflichtaufgaben mit ihrem starken Starting-Lineup, insbesondere Sabonis spielte eine sehr gute Regular Season. Auf diesen mussten die Pacers in der Bubble allerdings verzichten und so machte sich T.J. Warren auf zum heißesten Spieler in eben dieser zu werden (sorry Dame). Bei den Heat waren es vor allem die jungen Spieler, die in dieser Saison überraschten, namentlich Tyler Herro, Kendrick Nunn, Duncan Robinson und Bam Adebayo, die einen Großteil der Last tragen konnten. Nebendessen zeigten auch gestandene Profis, wie Jimmy Butler oder Goran Dragic (meist von der Bank) ansprechende Leistungen. Insgesamt sehen wir hier zwei ausgeglichene Kader, die sich den Platz nach der Top 3 der Eastern Conference durchaus verdient haben.

Stärken und Schwächen

Miami hat eine besondere Stärke in diesem Matchup, die sowohl die Spiele der Regular Season, als auch die in der Bubble maßgeblich beeinflusst hat: Jimmy Butlers Defense gegen T.J. Warren. Warrens Offensive war gegen den Wing der Heat außerordentlich uneffizient. Offensiv war Miamis größte Stärke oft der Dreier. Gerade Robinson lieferte eine historische Shooting Saison (45% 3P bei über 8 Versuchen!), aber auch Tyler Herro, sowie Jae Crowder und Meyers Leonard treffen dieses Jahr hochprozentig und können jederzeit mal heißlaufen. Funktioniert dies nicht, so gibt es immer noch Jimmy Butler, der über die letzten Jahre einer der besten Clutch Scorer war und dieses Jahr so oft wie nie an die Freiwurflinie geht (7,6mal). Außerdem gibt es in Bam Adebayo einen der besseren Big Man der Liga im Lineup, der für sich und andere kreieren kann.

Mit dem Dreier steht und fällt das Spiel der Heat. Sollten die Schützen nicht heiß laufen, was in den Playoff traditionell etwas schwerer als in der Regular Season ist, so könnte es offensiv schwierig werden, wenn Spieler wie Butler oder Dragic aggressiv angegangen werden können. Auch das Alter spielt durchaus eine Rolle, zwar sind gerade mit Butler oder Iguodala erfahrene Veteranen dabei, die schon viel gesehen haben, jedoch liegt auch viel Last auf den Schultern der bereits angesprochenen jungen Spielern. Es wird sich zeigen, wie gut sie damit umgehen können.

Warren! Und sonst?

Bei den Pacers ist der größte Vorteil natürlich, dass sie einen der stärksten Spieler in der Bubble in ihren Reihen haben. Man kann nicht davon ausgehen, dass T.J. Warren weiter so effizient 30+ Punkte Spiele auflegt, aber will Indiana gewinnen, wird er einen Großteil des Scorings übernehmen werden müssen. Er hat gezeigt, dass er dazu in der Lage sein kann, nun muss er beweisen, dass auch Miamis Defense für ihn überwindbar ist. Ansonsten liegt die Stärke des Teams eher in der Verteidigung. Hier steht mit Myles Turner eine Macht unter dem eigenen Korb und Spieler wie Malcolm Brogdon, Justin Holiday und Victor Oladipo sind gute bis sehr gute Flügelverteidiger. So hat es Indy immerhin auf Platz 6 der ligaweiten Defenses (laut DRtg) geschafft. Hier werden sie konstant Stopps generieren müssen, um eine Chance zu haben.

Gerade die Offense der Pacers kommt mit sehr vielen Fragezeichen daher. Kann Warren gegen Butler konstant scoren? Bislang haben alle Spiele der Regular Season diese Frage mit nein beantwortet. Auch sonst gibt es kaum offensive Optionen, auf die man sich verlassen kann. Oladipo kommt nach langer Verletzung langsam wieder in Tritt, ist aber noch weit von seiner All-Star Form entfernt und auch Spieler wie Brogdon oder Turner sind offensiv nicht immer zuverlässig. Kann Doug McDermott ein Faktor sein, wie er es in einigen Bubble-Spielen war? Und wer soll eigentlich Punkte von der Bank bringen? T.J. McConell ist ein solider Backup Point Guard, aber nicht mehr, Goga Bitadze hatte noch arge Probleme auf dem Feld zu stehen und auch sonst hat niemand in Sachen Scoring überzeugen können.

X-Faktoren: Was entscheidet die Serie?

Diese Serie bietet vor allem sehr spannende Matchups, über Butlers Defense gegen T.J. Warren haben wir schon gesprochen. Kann Jimmy Buckets jedoch trotz voraussichtlicher Defensivbelastung auch offensiv noch abliefern? Er wird nicht mehr so oft wie in der Regular Season an die Linie gehen, dafür wird in den Playoffs einfach weniger gepfiffen. Aber sollte er es schaffen, im Drive eine Gefahr darzustellen, stehen die Chancen für Miamis Offense sehr gut. Ein weiteres spannendes Matchup könnte Adebayo gegen Turner werden. Auch wenn der Heat Big in letzter Zeit öfter auf die 4 geht, so sind dies die beiden besten Bigs der Serie und müssen nicht nur defensiv, sondern vor allem offensiv ihren Teil beitragen. Dazu gehört bei Turner vor allem, dass er den Dreier trifft und so Räume schaffen kann. Adebayo wird dagegen öfter den Ball in der Hand haben und für seine Mitspieler kreieren müssen.

Die entscheidende Frage, könnte auch sein, wer sich neben Warren aufmacht, an die 20 Punkte aufzulegen. Das Potenzial hätten sowohl Brogdon, als auch Oladipo, sogar McDermott könnte diese Marke in ein oder zwei Spielen knacken. Sollte das passieren, könnte die gute Defense reichen, um die Serie zu holen. Auf der anderen Seite braucht Miami den konstanten Dreier der Regular Season bei seinen Schützen. Robinson und Herro müssen in ein oder zwei Spielen heiß laufen, um die Defense zu zwingen, die Zone zu öffnen. Dann kann die Offense der Heat so richtig gefährlich werden.

Fazit

Alles klingt nach einer spannenden Serie, die von Kleinigkeiten abhängen kann. Wer gewinnt die individuellen Matchups, welcher Spieler hat mal einen Ausreißer nach oben und wie wichtig wird die Playoff-Erfahrung einzelner Spieler? Letztlich sehe ich aufgrund des größeren offensiven Potenzials die Heat hier minimal vorne, allerdings werden sie dafür hart arbeiten müssen und einen Jimmy Butler in Bestform brauchen. Außerdem fehlen den Pacers in Sabonis und Lamb zwei der wichtigeren Spieler, daher mein Tipp: Heat in 7.

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Julian
NBA Guy, versorge euch mit Previews, Analysen und Predictions. Außerdem Bears Fan und Liebhaber aller kompetetiven Sportarten.

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