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UFC on ABC 1: Holloway vs. Kattar Preview

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Seit 2018 ist kein UFC Event mehr im nationalen TV ausgestrahlt worden, nun hat die UFC mit ABC einen TV Deal unterzeichnet und wird die erste Ausgabe von „UFC on ABC“ mit Max Holloway vs. Calvin Kattar im Main Event abschließen.

Es ist nicht nur das erste UFC Event auf ABC, sondern auch das erste Event im neuen Jahr und eröffnet die International Fight Week mit drei Events in acht Tagen auf der „Fight Island“ in Abu Dhabi. Die Konzentration gilt aber in diesem Preview klar auf der „Holloway vs. Kattar“ Karte.

Max Holloway vs. Calvin Kattar

Holloway ist nach wie vor einer der besten UFC Kämpfer aller Zeiten. Sein Résumé an Gegnern ist wohl auch eines der stärksten von allen UFC Fightern aller Zeiten – McGregor, Volkanovski, Aldo, Edgar, Poirier, Ortega, Pettis, Oliveira, Swanson und Co.

Auch wenn er nur einen seiner letzten vier Kämpfe gewinnen konnte kann man Holloway als Favoriten für diesen Kampf sehen. Kattar hingegen ist eher ein aufstrebender Kämpfer, der sich diesen Kampf aber mehr als verdient hat. Zuletzt schlug der „Boston Finisher“ Dan Ige und Jeremy Stephens und verlor davor einen Kampf, den man auch gut und gerne an ihn hätte geben können, bei UFC Moskau gegen Zabit Magomedsharipov. 22-4 ist sein Record als Profi MMA Kämpfer und mit einem weiteren Sieg kann man durchaus einen Titelshot-Case eröffnen. Gleiches gilt für Holloway, auch er würde mit einem Siwg, wohl den nächsten Titelkampf bekommen.

Beide Kämpfer mögen es zu striken, Kattar ist dabei eher der klassische Boxer mit guter Knockout Power während Holloway mehr den Kickboxing Style präferiert aber auch den Hauptfokus auf das Striking legt. Holloway sehe ich als der bisschen bessere defensive Striker, obwohl sie sich beide nicht viel nehmen. Beide kommen eher über das Volumen, was aber nicht heißen soll das sie ungenau striken. Holloway ist ein Cardiobeast der aber schon lange nicht mehr einen direkten KO Punch landen konnte.

Im Wrestling sieht das Duell ähnlich ausgeglichen aus. Kattar der nur an der High School gerungen hat, verzichtet mittlerweile fast komplett auf das offensive Wrestling und hat seit seinem Eintritt in die UFC nur drei Takedowns gefinished, dafür ist sein defensives Ringen eines der besten der Division. Genau wie bei Holloway, welcher fast alle Takedowns abwehren kann. Auch er agiert offensiv kaum mit den Takedowns und hält die Kämpfe lieber im Stand.

Ich rechne mit fünf Runden Striking, kaum Takedowns, kaum Clinching und einem Holloway der aufgrund seiner Erfahrung und seiner Cardio die Nase vorne haben sollte. Die einzige Möglichkeit, wie Kattar den Sieg holt, ist ein frühes Ende via KO/TKO.

Fight Night Poster (ufc.com)

Carlos Condit vs. Matt Brown

Condits Karriere ist mittlerweile da angekommen wo die meisten Karrieren von Veteranen enden. 3-8 aus den letzten elf Kämpfen, 1-5 aus den letzten sechs. Carlos Condit ist der nächste Kandidat für den Release. Gleiches gilt für Matt Brown, auch er steht 3-6 aus den letzten Kämpfen. Eigentlich ein Kampf der kaum der Rede wert ist. Eher ein Nostalgiekampf, der wohl auch im Stand ausgetragen wird. Wüsste nicht was man hier noch groß schreiben sollte. Falls Condit verliert, muss die UFC sich von beiden trennen, falls Condit gewinnt würde wohl nur Matt Brown von der Klinge springen. Eventuell ist der Ausgang auch nicht wichtig, da es sich hier um das Co-Main Event handelt, hat die UFC vielleicht beiden Kämpfern diesen Gefallen vor dem Release gemacht.

Santiago Ponzinibbio vs. Li Jingliang

Ponzinibbio müsste eigentlich das Co-Main Event machen, sieben Siege in Folge, davon vier Finishes. Zuletzt schlug der Argentinier Neil Magny 2018 KO. Mit einem Sieg gegen Jingliang dürfte er wohl auch wieder in den Top 10 im Welterweight sein, was aufgrund seiner Inaktivität nicht wirklich möglich war.

Sein Gegner Li Jingliang war ein bisschen aktiver als Ponzinibbio verlor aber zuletzt gegen Neil Magny via Decision. Ein Kampf auf Augenhöhe, der sich wohl ebenfalls vorwiegend im Stand austragen wird, wobei beide Kämpfer immer mal wieder den Kampf versuchen auf den Boden zu bringen. Auch in diesem Matchup eine Möglichkeit für beide, denn die Takedown Defense von beiden Kämpfern ist wenn überhaupt durchschnittlich.

Wie der Kampf am Boden aussehen wird? Wahrscheinlich gut, denn beide tragen den schwarzen Gürtel in Brazilian Jiu-Jitsu und dürften sich da durchaus Paroli bieten können – 11 Submission Wins bringen die beiden ins Oktagon, aber wie erwähnt kämpfen beide mittlerweile lieber im Stand.

Ponzinibbio vs. Jingliang ist ein Kampf der auf den ersten Blick ausgeglichen ausschaut aber den der Argentinier als Favorit angehen wird und das Ding über die Distanz machen wird. Denn eins hat Jingliang definitiv. Ein sehr gutes Kinn (noch keine Knockout Niederlage als Profi).

Joaquim Buckley vs. Alessio Di Chirico

Seit seinem Spinning-Back Knockout Kick im letzten Jahr gilt Buckley als aufstrebender Kämpfer in der UFC. Man darf aber auch nicht vergessen, dass er 2020 selbst einen Knockout gegen Kevin Holland kassiert hat und sein Spinning-Back Kick natürlich auch viel Glück war. Wie gut er wirklich ist kann man zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht sagen, dafür ist die Samplesize nicht aussagekräftig genug . Eigentlich ist Buckley nirgends überdurchschnittlich – er boxt nicht wirklich akkurat, hat nicht die beste Defense im Striking und auch sein Wrestling ist kaum erwähnenswert. Immerhin konnte noch Niemand einen Takedown gegen ihn landen.

Alessio Di Chirico kommt aus drei Niederlagen und auch für ihn geht es um den Verbleib in der UFC. Er ist ein Striker der wie Buckley maximal Durchschnitt in der UFC und dessen Record in der UFC mittlerweile bei 3-5 angekommen ist.

Ich habe es gesagt, Buckley ist kein guter Kämpfer aber ich sehe ihn in diesem Matchup vorner.

Dusko Todorovic vs. Punahele Soriano

Ladies und Gentleman, DASS ist der Kampf der nicht besser als Opener für die Main Card hätte gebooked werden können. Zwei Kämpfer, welche über die Contender Series in die UFC gekommen sind und beide ihr Debut gewonnen haben. Beide Kämpfer sind bisher ungeschlagen in ihrer Profi MMA Karriere und beide Kämpfer werden nun ihren schwersten Test bestreiten. Beide Kämpfer die striken gerne, wobei Soriano der etwas bessere Allrounder ist. Beide Kämpfer haben in ihren kumuliert 17 Profikämpfen, 15 Finishes gesammelt und haben diese Tradition auch in der UFC fortgesetzt, beide konnten ihr UFC Debut mit einem KO/TKO beenden.

Der Sieger dürfte sich wohl für größere Aufgaben empfehlen und die Rankings weiter angreifen.

Die Undercard

Die Prelims bieten einige interessante Kämpfe bzw. Kämpfer. Unter anderem kämpft auch David Zawada, aus dem UFD Gym in Düsseldorf gegen den Dagestani, Ramazan Emeev. Emeev hat zuletzt Niklas Stolze besiegt und bekommt nun den nächsten Deutschen Kämpfer vor die Fäuste. Für Zawada, der in der UFC mit zwei Niederlagen gestartet hat und zuletzt seinen Rauswurf mit einem überzeugenden Win gegen Abubakar Nurmagomedov seinen Platz im Roster gesichert hat, wird das die nächste Härteprüfung. Nach Nurmagomedov gibt es nun mit Emeev den nächsten Dagestani für den Düsseldorfer.

Sarah Moras kämpft gegen Vanessa Melo im Kampf der nächsten Rauswurfkandidaten. Beide Kämpferinnen müssten längst aus der Organisation geflogen sein.

Ein weiterer interessantes Matchup dürfte Phil Hawes (9-2) vs. Nassourdine Imavov (9-2) werden. Der Fight ist ein Middleweight Bout der den nächsten Shootingstar ermitteln könnte. Beide Kämpfer sind auf einer guten Winning Streak, Hawes mit 5 Wins und Imavov mit 7 Wins in Folge.

Die UFC ist endlich back! Das Event startet um 18:00 zu unserer Zeit mit der Undercard und um 21:00 mit der Main Card!

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Sam
Ich bin Sam und schreibe für The Crunchtime über die UFC und College Football

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