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Top 10 College Football Spielernamen 2022

4.7
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Herzlichen willkommen zum Clickbait der Woche!

„No jokes with names“ lautet ein grundlegendes journalistisches Prinzip… das wir an dieser Stelle einen Moment lang ignorieren wollen. Gerade in den USA neigen Eltern bei der Namensgebung ihrer Kinder zu Kreativität und Individualismus. Anders gesagt, man denkt sich bei den Namen von US-College Kids gern mal: „Was war da denn los?!“. Die genialsten dieser Schöpfungen schauen wir uns im Folgenden an.

Disclaimer: Die folgende Liste ist (offensichtlich) höchst subjektiv und völlig unabhängig von der sportlichen Leistung der aufgeführten Spieler.

Honorable Mentions:

New Zealand Williams (DB, South Dakota State), O’Mega Balke (WR, South Carolina), Power Echols (North Carolina)

Out of Contention Homer Pick: Jaxon Smith-Njigba (WR, Ohio State)

Der Name hat einen großartigen melodischen Verlauf bei gleichzeitiger maximaler orthografischer Komplexität. Die Schreibweise von „Jaxon“ mit „X“ wäre das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem I, wären davon nicht auch bereits zwei hintereinander vorhanden.

Platz 10: Baer Hunter (OL, Appalachian State)

(Photo: Tim Cowie)

Hunter ist der erste von (spoiler) drei tierbezogenen Namen auf dieser Liste, wobei „Baer“ im Vergleich zu allen folgenden Namen der bei weitem konventionellste bleiben wird. Der Name passt vortrefflich zu einem O-Liner und dürfte sich dazu bei der jagdaffinen amerikanischen Landbevölkerung großer Beliebtheit erfreuen.   

Platz 9: Boogie Knight (WR, Louisianna Monroe)

(Photo: thenewsstar.com)

„Zeitlich wäre es gut möglich, dass die Eltern dieses Spielers 1997 einen Film von Paul Thomas Anderson gesehen haben, der ihnen so gut gefallen hat, dass sie wenige Jahre später ihren Sohn entsprechend benannten…“ dachte ich mir. Dann habe ich nachgeschaut und musste feststellen, dass dies tatsächlich der Namensursprung war. Die Ritterkomponente in Boogies Nachnamens gefällt mir dabei sogar noch besser als der Titel des Films, in dem Mark Wahlberg die Hauptrolle des Dirk Diggler (ebenfalls ein extrem guter Name) spielt.

Platz 8: Bumper Pool (LB, Arkansas)

(Photo: Wesley Hitt/Getty Images)

Dass Bumper Pool ausgerechnet Linebacker wurde, ist wieder so eins der kleinen Dinge im Football. Den Spitznamen, den er mittlerweile offiziell führt, hat er von seinem Vater, allerdings ist die Herkunft des Namens nicht wirklich geklärt. Da „Bumper Pool“ auch eine Variation eines Billardtischs beschreibt, bleibt zu hoffen, dass die Namensgebung hier nicht genau so ablief wie bei den Kindern von Cletus von den Simpsons.

Platz 7: Storm Duck (DB, North Carolina)

(Photo: Jim Hawkins/Inside Carolina)

Hier hat Oregon einen liegen gelassen. Storm Duck weckt Assoziationen zu einer verwegenen Ente, die allen Widrigkeiten eines Sturmes trotzt und sich in jeglichem Kampf behauptet. Selbstsicher, tapfer, heroisch … Sorry, da bin ich kurz abgeschweift. Naja, auf jeden Fall danke für gar nichts, Mario Christobal.

Platz 6: Tank Bigsby (RB, Auburn)

(Photo: saturdaydownsouth.com)

Einen stabileren Namen kann sich ein Running Back kaum wünschen. Bigsby bekam seinen Spitznamen von seiner Mutter, weil er als Kind beim Softball seine Mitspieler mit dem Kopf voraus über den Haufen rannte. Süß, oder?
Am 29. Oktober spielt Auburn im Jordan-Hare Stadium gegen Arkansas. Ich freue mich bereits wahnsinnig auf den direkten Clash von Tank Bigsby und Bumper Pool und die Flut an miesen Wortspielen, die daraus entstehen wird.

Platz 5: Hot Rod Fitten (EDGE, South Carolina)

(Photo: 247sports.com)

Diesmal kein Panzer, dafür ein übermotorisierter Oldtimer. Es wird gemunkelt, dass Rodricus Javel Fitten zu seinem Namen kam, da er als Kind gern mit „Hot Wheels“ Autos gespielt hat. Der Name hätte Potenzial für eine deutlich abwegigere Geschichte gehabt. Dabei schrammt er lediglich um ein „R“ an einer noch höheren Platzierung vorbei, womit er zudem die ideale Beilage zu Platz 2 gewesen wäre.

Platz 4: Kool-Aid McKinstry (DB, Alabama)

(Photo: Marvin Gentry/USA TODAY Sports)

Dass McKinstry mit bürgerlichem Namen eigentlich “Ga‘Quincy” heißt, macht das Ganze ein bisschen weniger (k)ool und kostet ihn einige Plätze. Kool-Aid dürfte in Deutschland, wenn überhaupt, im Wesentlichen durch sein Maskottchen – eine humanoide Bowle-Schüssel mit roter Flüssigkeit und Gesicht – bekannt sein, die in Family Guy regelmäßig durch Wände in Gebäude hineinplatzt und „Ohh yeeeah“ brüllt. In den USA erfreut sich das Brausepulver aber allgemein großer Beliebtheit. Entsprechend zügig kam es auch zu einem NIL Deal zwischen Kool-Aid und McKinstry, für den allein sich die Namensänderung bereits finanziell gelohnt haben dürfte.

Platz 3: DeColdest Crawford (WR, Nebraska)

(Photo: on3.com)

Es ist nur logisch, dass Crawford den Platz vor McKinstry einnimmt, denn wenn etwas noch cooler als kool ist, ist es decoldest. Einfache Physik. Mit seinem Auftritt im Werbespot einer Firma für Klimaanlagen in Omaha hat auch Crawford dann gleich mal das NIL-Game durchgespielt.

Platz 2: Fish McWilliams (DL, UAB)

(Photo: uabsports.com)

Unabhängig davon, dass der Mann heißt wie einer der kultigsten und gleichzeitig seltsamsten Burger von McDonalds, ist „Fish“ ein verdammt souveräner Name. Dieser fällt in Anbetracht der Namen seiner Geschwister – Zywon, Zynia, Ayanna, Zamon and Zoe – auch nur leicht aus dem Rahmen. Ja, ich weiß, Fish heißt eigentlich Adarius, aber das ist nun mal nicht lustig.

Bis hierhin hätte man aufgrund persönlicher Präferenzen über einzelne Platzierungen streiten, oder es einfach lassen können. Platz 1 entzieht sich allerdings jeglicher Diskussion, zumal es sich hierbei um einen echten, bürgerlichen Namen handelt. Ladies and gentlemen, I proudly present to you…

Platz 1: General Booty (QB, Oklahoma)

(Photo: cbssports.com)

Wer sonst? Dieser JUCO Transfer, der sicherlich eine spaßige Zeit beim Militär gehabt hätte, ist aktuell tief in der Depth Chart der Sooners begraben. Ich wünsche Dillon Gabriel, Nick Evers & Co. nur das Beste, aber – und ich denke da spreche ich im Namen aller College Football Fans – die Welt braucht General Booty auf dem Spielfeld!

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Marius
New England Patriots und Ohio State Buckeyes Sympathisant, ansonsten aber eigentlich ganz nett. NFL und College Football Content nach dem Motto "It's about creating arguments, not facts".

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