MMA PFL

PFL Season 2021 – Preview

0
(0)

Willkommen bei der PFL Season 2021! Die größte MMA Organisation mit einem Ligasystem und einer Millionen $ Preisgeld, welches es zu gewinnen gibt startet 2021 in ihre dritte Saison. Letztes Jahr wurde die Saison aufgrund der Covid Pandemie abgesagt.

Im April erwartet uns nun aber das beste Roster in der Geschichte der PFL, inklusive mehreren ehemaligen UFC Champions.

Wie funktioniert die PFL?

Die PFL funktioniert im Ligamodus. Pro Gewichtsklasse treten dieses Jahr zehn Kämpfer an, welche innerhalb der sechs Regular Season Events zwischen dem 23. April 2021 und dem 25 Juni 2021 versuchen sich für die Halbfinals zu qualifizieren. Normalerweise kämpft ein Kämpfer um die zwei bis drei mal pro Regular Season. Pro Sieg erhält der siegreiche Kämpfer 3 Punkte, für einen Finish gibt es zusätzliche Punkte obendrauf (3 Punkte für ein First Round Finish, 2 für ein Second Round Finish und einen zusätzlichen Punkt für ein Third Round Finish). Insgesamt kann ein Kämpfer also mit einem Sieg in der ersten Runde ganze sechs Punkte gewinnen. Die Punkte werden klassisch zusammengezählt und die besten vier Kämpfer pro Gewichtsklasse qualifizieren sich für die Playoffs. Die Setzliste ist dabei selbsterklärend – der Kämpfer mit den meisten Punkten trifft auf den Kämpfer mit den viertmeisten Punkten, der Zweitbeste auf den mit den drittmeisten Punkten.

In der K.O. Phase kommt der Sieger in die nächste Runde und hat die Chance mit einem Finalsieg, eine Million US Dollars mit nach Hause zu nehmen. Traditionell findet das Championship Event am 31. Dezember statt.

Heavyweights 2021

Die schweren Jungs haben mit Ex-UFC Champion Fabricio Werdum dieses Jahr einen großen Namen in der Division. Der brasilianische Jiu-Jitsu Black Belt muss aber durchaus mit Gegenwehr rechnen. Zum einen hat PFL auch dieses Jahr den aktuellen Heavyweight Champion und dementsprechend auch Titelverteidiger Ali Isayev verpflichten können. Er ist in seinen neun Profikämpfen ungeschlagen und konnte nach drei Decision Wins 2019 seine beiden letzten Kämpfe jeweils vorzeitig beenden. Er ist ein sehr starker Freestyle Wrestler und war unter anderem Europameister 2009.

Bruno Cappelozza ist ebenfalls bei den Heavyweights dabei. Er war Champion bei „Jungle Fights“ und bringt einen 10-5 Record mit, wobei er die ersten beiden Profikämpfe verloren hat und seither 10-3 steht. Alle Siege konnte er via TKO/KO vorzeitig beenden. Auch der ehemalige ACB Champion Denis Goltsov (25-6) und M1 Titel Challenger Ante Delija (17-3) mischen im Heavyweight mit. Delija ist ein guter Allrounder,Goltsov hat ebenfalls Stärken im Stand aber auch am Boden.

Mit Justin Willis (8-2) kämpft ein weiterer UFC Veteran in diesem Jahr bei PFL. Willis hat unter anderem Mark Hunt geschlagen und war 2019 noch bei der UFC beschäftigt. Weitere bekannte Namen sind Mohammed Usman, Bruder von UFC Welterweight Champion Kamaru Usman, der einen 7-1 Record hat. Auch ein deutscher Kämpfer mischt dieses Jahr mit – Hatef Moeil der im UFD Gym Düsseldorf trainiert und einen 10-4 Record vorweist. Moeil ist seit sechs Kämpfen ungeschlagen. Renan Ferreira und Brandon Sayles komplettieren das Feld im Heavyweight.

Light Heavyweights 2021

Das Light Heavyweight hat nicht ganz das Resümee ihrer schwereren Brüder, aber durchaus einige spannende Prospects. Emiliano Sordi, der 2019 die PFL gewonnen hat und bereits bei der UFC und Glory mitgemischt hat, wird versuchen seinen Titel zu verteidigen. Die UFC Veteranen um Cezar Ferreira, Jordan Johnson, Daniel Spohn und Tom Lawlor versuchen dies zu verhindern. Aber auch außerhalb der UFC-Veteranen-Gruppe gibt es spannende Namen.

Marthin Hamlet aus Dänemark beispielsweise hat bisher sechs seiner sieben Profikämpfe gewinnen können und will nun auf großer Bühne angreifen. Der Kanadier Smealinho Rama hat zwar nur zwei Siege aus seinen letzten sieben Profikämpfen geholt, will nun mit Jackson-Wink im Rücken nochmals das Ruder rumreißen. Jordan Young (11-1) und Nick Roehrick (9-1) sind zwei vielversprechende Youngstars.

Welterweights 2021

Die Welterweight Division ist dafür deutlich besser besetzt. Ray Cooper ist der amtierende Champion der Division. Er wird allerdings nicht Favorit gehandelt. Immerhin hat PFL es geschafft den ehemaligen Bellator Champion und UFC Veteran Rory MacDonald zu verpflichten. Ihn darf man durchaus zu den Contendern zählen. Magomed Magomedkerimov ist ein alter Bekannter der PFL. Genau wie sein Landsmann Nikolai Aleksakhin, der seine letzten sieben Kämpfe gewonnen hat. Dazu kommen zwei weitere UFC Veteranen in David Michaud und dem Brasilianer Joao Zeferino.

Der Schwede Sadibou Sy hatte einen vielversprechenden Start als Profi, musste dann aber einige Rückschläge erleiden und hat nur noch einen Record von 8-5-2. Auch er kämpfte bereits 2019 bei der PFL. Neu hat man den ehemaligen M1 Champion und UFC Kämpfer Alexey Kunchenko verpflichtet. Die letzten Additionen sind der Franzose Jason Ponet (20-12-1) und der mittlerweile in Deutschland lebende Ex-UFC-ler Gleison Tibau, der in der PFL sein Comeback gibt.

Lightweights 2021

Die Lightweight Division ist wahrscheinlich die beste Division 2021. Zum einen hat man den zweifachen Champion und amtierenden Titelverteidiger Natan Schulte (20-3-1) sowie der Ex-Champion der UFC Anthony Pettis. Er hat sich in der Free Agency für die PFL entschieden und kommt mit dem Ziel, Natan Schulte vom Thron zu stoßen in die Liga. Mit dem Polen Marcin Held hat man zudem einen extrem starken Grappler, der in den letzten Jahren nach seinem UFC Aus bei ACA gekämpft und einige starke Grappling Matches absolviert hat.

Weitere Ex UFC Kämpfer in dieser Gewichtsklasse sind: Olivier Aubin-Mercier (11-5), Clay Collard (18-8-1) und Johnny Case (27-7). Collard ist ein professioneller Boxer und hat im Februar dieses Jahres seinen letzten Profikampf gemacht. Case hat auch schon bei PFL gekämpft, hat zuletzt aber vier Kämpfe bei Rizin gemacht und drei davon gewonnen, alle via TKO/KO. Akhmed Aliev (19-6) aus Russland, Joilton Lutterbach (34-8) aus Deutschland, Mikhail Odintsov (18-2) aus Belarus und Loik Radzhabov (13-2-1) aus Tajikistan der aber mittlerweile auch im UFD Gym trainiert, ergänzen das Feld der Herausforderer. Razhabov musste sich 2019 im Finale gegen Schulte geschlagen geben und verlor damit erst in allerletzter Minute die Chance auf die Million an Preisgeld.

Die ersten beiden Duelle gibt’s übrigens am ersten Spieltag. Anthony Pettis trifft dabei auf Clay Collard und Marcin Held auf Natan Schulte. Beide Kämpfe finden auf der Main Card statt während Pettis im Main Event steht. Auf der Undercard gibt es Loik Razhabov vs. Johnny Case, Joilton Lutterbach vs. Olivier Aubin-Mercier und Akhmed Aliev vs. Mikhail Odintsov.

Featherweights 2021

Auch die Federgewichte haben jede Menge Starpower. Der zweifache und aktuelle Champion Lance Palmer (22-3) bringt einen tiefen Wrestling Background mit und war Vizechampion der NCAA mit Ohio State. Seit elf Kämpfen hat er nicht mehr verloren und ist dementsprechend auch dieses Jahr der Favorit auf den Titel. Ringen ist auch das Hauptgebiet von Bubba Jenkins (14-4), der mit Penn State NCAA Champion wurde und zuletzt bei Bellator, ACA und Brave kämpfte. Er will nun Lance Palmer entthronen.

Direkt aus der UFC kommt Sheymon Moraes der einen 11-4 Record mitbringt und nach zwei Losses (gegen Andre Fili und Sodiq Yusuf) nun wieder auf die Siegesstrasse finden will. Der Brasilianer hat zwar einen Judo Background ist aber anders als die beiden Ringerasse eher im Stand einzuordnen. Tyler Diamond (11-1) war unter anderem bei „The Ultimate Fighter“ dabei, hat zuletzt aber in kleineren Organisationen gekämpft. Sein Record ist durchaus interessant und er gilt als guter Submission Artist. Aus Südkorea kommt Sung Bin Jo (9-1) in die PFL. Er hat seinen ersten Career-Loss bei der UFC 2019 eingefangen.

Ungeschlagen in die PFL kommt Movlid Khaibulaev (15-0-1) aus Russland. Er hat unter anderem bei ONE gekämpft. Zurück in die PFL kommt der Engländer Brendan Loughnane, auch er bringt einen starken Record mit – 19-3. Einen noch besseren Record hat Jason Soares (14-0) zu bieten. Er hat seine letzten vier Kämpfe bei Titan FC gemacht und will nun auf eine größere Bühne. Mit neun Submission Wins sollten seine Stärken klar ersichtlich sein. Chris Wade (17-6), ein ehemaliger PFL Lightweight, kämpft nun eine Gewichtsklasse tiefer. Er war ein NCAA Division III Wrestler und holt sich die Siege im Grappling. Der letzte im Bunde ist der Franzose Anthony Dizy (13-3). Auch er hat einen guten Record und passt somit zu den anderen Kämpfern in der Division. „La Masse“ wie sein Spitzname lautet ist ein Striker der bei M1 seine Sporen abverdient hat und auch im Top Team Bulgarien trainiert.

Die ersten Duelle der Division gibt es in einer ehemaligen Big-10 Rivalry zwischen dem Ohio State Alumni Lance Palmer und dem Penn State Alumni Bubba Jenkins. Die beiden eröffnen die Main Card der ersten Veranstaltung 2021, ehe Movlid Khaybulaev gegen Jason Soares dann folgend gegeneinander antreten. Auf der Undercard hat man drei weitere Duelle mit Jo Sungbin vs. Tyler Diamond und Brendan Loghnane vs. Sheymon Moraes. Dazu wird auch Chris Wade gegen Anthony Dizy kämpfen.

Womens Lightweights

Bei den Leichtgewichten der Frauen sticht ein Name besonders heraus. Judo Olympiasiegerin Kayla Harrison wird auch dieses Jahr den Titel gewinnen wollen. Die zweifache Olympiasiegerin hat mittlerweile einen 8-0 Record im MMA und gilt als haushohe Favoritin der Division. Judo? Das ist auch eine Disziplin in welcher sich Cindy Dandois wohlfühlt. Auch sie ist eine Black Belt Judoka und wurde extra für Harrison geholt – ihr MMA Record liegt bei 16-5.

Zurück kommt auch Genah Fabian aus Neuseeland. Ihr Hauptgebiet liegt im Kickboxen und ihr MMA Record bei 2-1. Sie ist eher ein Prospect als ein Contender. Olena Kolesnyk, Mariana Morais (16-10) sind beide Invicta Veteraninnen während Larissa Pacheco aus Brasilien nicht nur in der PFL kämpfte sondern auch schon zweimal gegen Harrison verloren hat. Aus Serbien kommt neu dazu Julija Pajic (2-0). Sie konnte beide Siege via Submission frühzeitig beenden und gilt als weiteres interessantes Prospect der PFL. Genau wie Laura Sanchez (1-0). Auch sie ist ein unbeschriebenes Blatt, konnte aber sechs von sieben Amateurkämpfen für sich entscheiden. Komplettiert wird die Division von Kaitlin Young (11-10-1) und Taylor Guardado (0-1). Guardados Record täuscht ein wenig von ihrem Können hinweg. Als Amateurin gewann sie neun von zehn Kämpfen und hatte zwei Exhibitionskämpfe bei Invicta welche sie ebenfalls beide gewann.

Erstes Event 2021

Event Header (pflmma.com)


Das erste Event findet am 23.04.2021 statt und wird die Feather- und Lightweights beinhalten. Zehn Kämpfe werden dann über die Bühne gehen mit dem Hauptkampf Anthony Pettis vs. Clay Collard. Die PFL Events finden in der Regel am Freitag statt und beinhalten eine Undercard mit einer anschließenden Main Card. Die Events werden über ESPN übertragen. In Deutschland wäre RanFighting der Partner gewesen. Aufgrund deren Aus wird sich der Nachfolger aber noch zeigen müssen.

Wer kein Bock auf das klassische System der großen Organisationen hat und einen Überblick über alle Kämpfer und Stats haben will, dem ist die PFL zu empfehlen. Das Niveau ist durchaus sehenswert und man kann die PFL immer noch direkt hinter der UFC und Bellator einordnen. Das Ligasystem sorgt weiter dazu, dass die Kämpfer regelmäßig kämpfen und das Punktesystem bringt zusätzlich Action in die Kämpfe, da Finishes Bonuspunkte bringen gehen viele Kämpfer mehr Risiko ein.

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Sam
Ich bin Sam und schreibe für The Crunchtime über die UFC und College Football

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.