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Pac-12 Preview: „Die Sonnenstaatschulen“

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California Golden Bears

Es geht langsam wieder aufwärts bei Cal und das soll auch 2020 so weitergehen. Justin Wilcox macht einen guten Job und die Golden Bears haben es back-to-back in ein Bowl Game geschafft.

Die Offense hat diesen Aufwärtstrend noch nicht wirklich mitgemacht und im letzten Jahr nur in drei Spielen mehr als 28 Punkte erzielt, seit 2018. Ein erschreckender Fakt.

Quarterback Chase Garbers kommt nun in sein Redshirt Junior Year und wird auch dieses Jahr einen weiteren Schritt nach vorne machen müssen. Garbers komplettierte 66% seiner Pässe für 787 Yards und sechs Touchdowns bei einer Interception. Er zählt zu den besseren QBs der Pac-12, muss aber dennoch auf den Support der Runningbacks zählen können.

Diese kehren glücklicherweise alle zurück. Junior Chris Brown Jr. lief letztes Jahr für 914 Yards und acht Touchdowns und mit Wisconsin Transfer Bradrick Shaw hat man eine 1B Variante die sofort zur Verfügung steht. Zwei tolle Assets für die goldenen Bären.

Die Receiver haben mit Nikko Remigio einen Spätzünder der letzten Saison als möglichen Breakout Player. Die Golden Bears waren früher ein Garant für gute Wideout Recruits (u.a. Keenan Allen & DeSean Jackson) und haben dieses Jahr mit 3-Star Jeremiah Hunter einen hohen Valueplayer neu dazu bekommen.

Die Offensive Line ist eher auf einem durchschnittlichen Niveau anzusehen, sollte Garbers aber die nötige Zeit verschaffen. Cal hat hier aber fünf Spieler die zusammen 110 Spiele gemacht haben.

Die Defensive Line darf auf Senior DE Luc Bequette und Zeandae Johnson zählen, welche bereits 50 Starts absolviert haben. Beide haben ein sechstes Jahr von der NCAA erhalten und ihre eligibility, aufgrund von früheren Verletzungen, verlängert.

Kuony Deng, ein JUCO Transfer der 2019 119 Tackles gesammelt hat, wird auch dieses Jahr als Inside Linebacker den Run verteidigen.

Die Secondary hat in den beiden Cornerbacks Camryn Bynum und Elijah Hicks zwei wichtige Returner für die Passverteidigung. Hicks wird aber voraussichtlich zum Safety umfunktioniert.

Die Golden Bears sind eine Wundertüte. Ich vermute aber, dass sich die Schule dank einem bereits erfahrenen QB weiter im Aufwärtstrend befindet.

Stanford Cardinals

Alles auf 0 ist das Motto in Stanford. David Shaw geht in seine zehnte Saison als Headcoach und in seine 14. Saison bei Stanford. Er musste sowohl im Draft, als auch im Transferportal einige Spieler verabschieden und steht nach einer desaströsen 4-8 Season gehörig unter Druck.

Die neu gebildete Offense wird wohl von Davis Mills angeführt. Mills ist ein Pro Style Quarterback der KJ Costello ersetzen soll. Er verfügt zwar über gute Receiver muss aber auch darauf hoffen das sich ein neues Runninggame bei Stanford installieren kann.

Das Running Game war 2019 das größte Problem für die Cardinal. Platz 11 in der Conference war ein deutlicher Rückschritt zu 2018. Natürlich lag das schwache Laufspiel auch an den Verletzungen in der Offensive Line. Die beiden Starting Running Backs sind beide über das Transfer Portal weggegangen und werden nun von Austin Jones und Dorian Maddox ersetzt, allerdings sind beide eher unbeschriebene Blätter und müssen sich zuerst durchsetzen. Mit E.J. Smith kommt zudem ein Freshman zu den Cardinal der einen bekannten Vater hat. Er ist der Sohn von Emmitt Smith und hat dadurch große Erwartungen zu erfüllen.

Die Wide Receiver Unit ist fast komplett zurück gekehrt. Tight End Colby Parkinson ist der herausstechende Spieler des Teams für die Kurzpässe und Simi Fehoko hat das Potential der nächste Star der Mannschaft zu werden. Mit 6-4 und 220 Pfund ist er ein perfektes Fit für Outside. Dazu hat man in Sophomore Eli Higgins einen weiteren Prospect, welcher Spielzeit abgreifen kann.

Die Defense der Cardinal war 2019 überdurchschnittliche im Pac-12 Vergleich. Sie musste aber über das Transferportal einiges an Value abgeben.

Top Tackler Andrew Pryts und die beiden Defensive Liner Jovan Swann und Michael Williams sowie Edgerusher Casey Toohill gingen diesen Weg und sind 2020 nicht für Stanford verfügbar.

Immerhin konnte Top Cornerback Paulson Adebo gehalten werden. Dieser wählte aber im Spätsommer das Opt-Out um sich auf den Draft vorzubereiten. Er gilt als einer der Top Passdefender für den kommenden NFL Draft. Ein anderer bereits gestandener und zurückkehrender Stanford Spieler ist Thomas Booker, der als Defensive End spielt und letztes Jahr bereits 5 Sacks gemacht hat.

Spieler, die in die entstandenen Lücken springen müssen sind Inside Linebacker Rick Miezan und Curtis Robinson. Solange man hier den Run konstant auf dem letztjährigen Niveau verteidigen kann, wird es auch für die Passverteidigung einen großen Impact haben wo man in Adebo sowiso eine mehr als gute Option hat und sich da wenige Sorgen machen muss.

Stanford wird auch dieses Jahr keine Chance auf das Pac-12 Championship haben und sich vorerst neu erfinden müssen. Zumindest im Recruiting konnte man die Offensive Line adressieren und mit den beiden 4-Star Tackles Myles Hinton und Connor McLaughlin sowie 4-Star Guard Levi Rogers gute Prospects für die nächsten Jahre holen. Ebenfalls 4-Stars der 2020er Class sind RB EJ Smith und WR John Humphreys.

UCLA Bruins

Die Bruins erwarten dieses Jahr endlich eine Steigerung unter der Führung von Headcoach Chip Kelly. 4-8 war der Record letztes Jahr. 2019 spielte UCLA weder in einem Bowl Game noch eine wichtige Rolle in der Pac-12.

QB Dorian Thompson-Robinson oder kurz DTR geht nun in sein Junior Year und in sein drittes Jahr als Starter. Er kam mit extrem hohen Erwartungen nach Los Angeles und konnte diese bisher nicht erfüllen. 20 Starts – 59% Completion Rate, 4012 Yards und 28 TDs mit 12 INTs sind Zahlen die solide NCAA QBs auflegen, aber keine die man von Spielern des Formates von DTR erwartet. Doch Thompson-Robinson war sicher nicht der Hauptgrund an den schwachen Leistungen der Bruins. Die ganze Offense schaffte es nicht mehr als 26.7 Punkte im Schnitt zu erzielen, natürlich deutlich zu wenig für eine Offense die von Kelly konstruiert wird.

Die Bruins haben einen neuen True Freshman QB in 4-Star Recruit Parker McQuarrie. Ein Pro-Style QB, der nicht unbedingt ins Beuteschema von Kelly passt aber groß auf seinem Wunschzettel stand. Ich rechne aufgrund der nicht stattfindenden Springseason mit wenig Chancen für den True Freshman. Deutlich mehr Druck wird aber Washington Transfer Colson Yankoff machen, er ist 2020 spielberechtigt.

Den Runsupport wird DTR von Redshirt Senior Demetric Felton und Graduate Transfer Brittain Brown von Duke bekommen. Beides erfahrene Jungs die der Unit helfen werden.

Die Wide Receiver sind ebenfalls solide und haben bereits NCAA Erfahrung. Im Slot hat man Kyle Philips der letztes Jahr mit 60 Catches einen Schulrecord setzte. Junior Chase Cota ist der große Outside Guy und mit 4-Star Recruit Logan Loya hat man einen weiteren großen Receiver für die Aussenseite.

Die Defense von UCLA muss die 34.8 Punkte im Schnitt deutlich runterschrauben. In der Defensive-Line hat man mit Osa Odighizuwa einen wichtigen Mann zurück, der bereits letztes Jahr einer der Stars der Front Seven war.

Das grösste Problem werden die Linebacker sein. Alle vier Starter haben die UCLA verlassen und eine Nummer Eins gibt es weder auf der Passrusher Position noch in der Mitte. Am ehesten darf man auf Leni Toailoa hoffen, der als Redshirt Senior in sein letztes Jahr gehen wird und bereits länger im Programm ist.

Auch die Secondary muss sich steigern. Dazu hat man sich einen neuen Defensive-Back Coach geholt. Brian Norwood bekommt Verstärkung in Stanford Transfer Obi Eboh, der bereits 2020 spielberechtigt ist. Genauso wie ein anderer Transfer: Von Kent State kommt Qwuantrezz Knight, der als Safety eingesetzt wird. Mit Johnny Humphrey hat man einen sehr hohen 3-Star Cornerback aus der diesjährigen Recruiting Class zusätzlich im Roster, welcher um Snaps kämpfen kann.

Die UCLA wird dieses Jahr um einen Bowl mitspielen können. Ich schätze Chip Kelly so ein, dass er das Team nun immer besser formen kann und seine eigenen Recruits ins Team eingliedern kann. Natürlich wird es auch dieses Jahr immer wieder zu hässlichen und schwachen Partien kommen, im Großen und Ganzen sehe ich aber eine Steigerung für die Bruins.

USC Trojans

Das andere College aus Los Angeles hatte zwar die schlechteste Recruiting Class der Pac-12, gilt aber weiterhin als Top Favorit auf die Pac-12 South. Clay Heltons Sitz ist nach wie vor angewärmt und er darf sich nach dem 13-12 Record über die letzten beiden Jahren kaum Fehler erlauben.

Mit Kedon Slovis hat man dieses Jahr immerhin eine Nummer Eins auf der Quarterback Position. Slovis kann die neue Air-Raid Offense, die 2019 installiert wurde gut ausfüllen. Letztes Jahr war der Angriff der Trojans auf Platz 15 der NCAA in Yards per Play. Eine Tatsache die die Fans der USC hoffen lässt.

Slovis darf auf einen soliden Laufangriff hoffen. Mit  Vavae Malepeai und Stephen Carr sowie den Sophomores Markese Stepp und Kenan Christon hat man ein nettes Quartett im Backfield.

Noch netter ist die Wide Receiver Unit des Teams. Redshirt Senior Tyler Vaughns, Slot Guy Amon-Ra St. Brown und Drake London, bilden eines der besten Receiving Trios der Pac-12. Dazu hat man nach wie vor den ehemaligen 5-Star Prospect in Bru McCoy und Kyle Ford, der von einer Knieverletzung zurück kommt. Der höchste Recruit der diesjährigen Class ist ebenfalls ein Wide Receiver. 4-Star Gary Bryant Jr. ist eine weitere Alternative, die Snaps hinter St. Brown sehen könnte.

Die Offensive Line muss allerdings beide Tackle Starter ersetzen. Vera-Tucker müsste die Starts auf dem Left Tackle Spot sehen, Jalen McKenzie wird auf der rechten Seite den Job übernehmen.

Die Defense hat letztes Jahr fast 30 Punkte pro Spiel zugelassen und der eigenen Offense kaum Gefallen getan. Junior Jay Tufele und Drake Jackson sollen für den Passrush sorgen.

Der Passrush hat seine Starter bereits gesetzt. Den Lauf wird ein Linebacker Trio verteidigen mit grandiosen Namen – Palaie Gaoteote IV, Jordan Iosefa und Kana’i Mauga sind die prädestinierten Starter.

Die Secondary ist ebenfalls tief besetzt. Olaijah Griffin, Chris Steele und Isaac Taylor-Stewart spielten alle in der Passverteidigung und kommen zurück. Dazu hat man in Talanoa Hufanga und Isaiah Pola-Mao ein überdurchschnittliches Safety Tandem in den eigenen Reihen.

Die USC hatte letztes Jahr viele Verletzungen zu beklagen, verpassten das Pac-12 Championship Game dennoch nur knapp. Dieses Jahr sind die Trojans aber der große Favorit auf den Einzug in das Endspiel der Conference. Auch das Recruiting läuft wieder deutlich besser und mit guten Leistungen kann man neues Talent deutlich einfacher in die Stadt der Engel bringen.

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Sam
Ich bin Sam und schreibe für The Crunchtime über die UFC und College Football

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